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Über die Autoren

Wir sind Felix & Sebastian von Music in the Box und bieten medienpädagogische Kurse für Schüler*innen und Fortbildungen für Lehrkräfte an.

 

Schau doch mal vorbei, vielleicht ist auch was für dich dabei.

3 kostenlose Medienkompetenz Spiele in der Grundschule – mit Arbeitsblättern und Folien für deinen Unterricht

  • Autorenbild: Felix Unger
    Felix Unger
  • 4. März
  • 3 Min. Lesezeit

Vielleicht kennst du diese Situation aus deinem Unterricht: Kinder erzählen von YouTube-Videos, Tabletspielen oder dem ersten Smartphone und du merkst: Eigentlich müsste man darüber mal sprechen.


Vielleicht fühlst du dich bei dem Thema auch nicht ganz sicher und das ist ganz normal. Viele Grundschullehrkräfte haben selbst nie Medienpädagogik gelernt und stehen plötzlich vor der Aufgabe, Kinder durch eine digitale Welt zu begleiten.


Die folgenden drei kurzen Medienkompetenz Spiele kannst du ohne Vorbereitung in der Grundschule durchführen – mit kostenlosen Präsentations-Folien und Arbeitsblättern, die du direkt mit deiner Klasse verwenden kannst.




1. Bildschirmzeit-Schlange


Dieses Spiel ist ein sehr einfacher Einstieg, um herauszufinden, wie viel digitale Medien im Alltag deiner Klasse eigentlich vorkommen.

Grundschulkinder stellen sich im Klassenzimmer in einer Reihe nach ihrer Bildschirmzeit auf – ein Spiel zur Reflexion der eigenen Mediennutzung.
Bildschirmzeit-Schlange – Spiel zur Reflexion von Medienzeit

So funktioniert das Medienkompetenz Spiel


Bitte deine Klasse, in der Mitte des Raumes eine lange Schlange zu bilden.


Dann erklärst du:

  • Ganz links steht: „Ich nutze kaum Bildschirmmedien.“

  • Ganz rechts steht: „Ich nutze sehr viel Bildschirmmedien.“


Die Kinder sollen sich nun selbst einschätzen und sich entsprechend aufstellen. Dabei dürfen sie miteinander sprechen, diskutieren und überlegen, wer wo stehen sollte.


Was danach passieren kann


Wenn die Schlange steht, entsteht oft ganz automatisch ein Gespräch:

  • „Ich spiele jeden Tag auf dem Tablet.“

  • „Ich darf nur am Wochenende Fernsehen.“

  • „Ich schaue immer YouTube.“


Du kannst dann einfach ein paar Fragen stellen:

  • Hat euch eure Position überrascht?

  • Wer steht ungefähr gleich viel am Bildschirm?

  • Was macht ihr eigentlich am meisten am Tablet oder Handy?


So bekommst du als Lehrkraft ganz nebenbei einen guten Eindruck davon, wie Medien im Alltag deiner Klasse vorkommen.



2. Benachrichtigungs-Freeze


Dieses Spiel zeigt Kindern auf eine lustige Weise, wie stark wir auf digitale Signale reagieren.


Illustration des Spiels „Benachrichtigungs-Freeze“ im Klassenzimmer: Grundschulkinder laufen durch den Raum und frieren ein, sobald ein Handy-Benachrichtigungston erklingt.
Benachrichtigungs-Freeze – Bewegungsspiel zur Medienkompetenz

So kannst du das Spiel durchführen


Alle Kinder bewegen sich frei im Raum – sie laufen, gehen oder hüpfen durch das Klassenzimmer.

Zwischendurch spielst du ein Handy-Benachrichtigungsgeräusch ab.

Sobald das Geräusch erklingt, müssen alle Kinder sofort einfrieren, wie bei Stopptanz.

Wer sich noch bewegt, setzt eine Runde aus.


Kleine Variation

Beim nächsten Durchgang müssen die Kinder beim Geräusch so tun, als würden sie auf ihr Handy schauen. Das sorgt fast immer für viel Gelächter – weil viele Kinder dieses Verhalten sehr gut kennen.


Kurze Reflexion für Medienkompetenz Spiele in der Grundschule

Du kannst einfach fragen:

  • Wie oft hört ihr solche Geräusche am Tag?

  • Schaut ihr dann sofort aufs Handy?

  • Kennst du das auch von den Erwachsenen und stört es dich bei Mama oder Papa?


Oft wird den Kindern dabei zum ersten Mal bewusst, wie automatisch wir auf solche Signale reagieren. Und vor allem das es sie selber auch nerven kann.



3. Emoji-Pantomime

Kinder kommunizieren heute häufig über Emojis. Dieses Spiel greift genau das auf.


Grundschulkinder spielen Emoji-Pantomime im Klassenzimmer: Ein Kind stellt ein Emoji pantomimisch dar, während die anderen Kinder raten.
Emoji-Pantomime – Spiel zur digitalen Kommunikation

So funktioniert das Spiel


Ein Kind zieht eine Karte mit einem Emoji, zum Beispiel:

  • 😂

  • 😡

  • 😱

  • 😎

  • 😴


Das Kind stellt dieses Emoji ohne Worte pantomimisch dar, während die anderen raten.


Variation

Zwei Kinder können gemeinsam eine kleine Chat-Situation spielen und die Klasse versucht zu erraten, was passiert ist, z.B.:

  • jemand bekommt viele Likes

  • jemand freut sich über eine Nachricht

  • jemand bekommt eine gemeine Nachricht



Gespräch danach

Danach kannst du mit der Klasse kurz darüber sprechen:

  • Kann man Gefühle im Chat immer richtig verstehen?

  • Kann ein Emoji auch falsch verstanden werden?

  • Kann ich mit Emojis auch andere Kinder verlketzen und beleidigen?



Fazit: Einfach anfangen


Viele Lehrkräfte denken, dass Medienkompetenz ein kompliziertes Thema ist. Aber oft reicht es schon, kleine Gespräche im Alltag zu öffnen. Diese drei Spiele sind dafür ein guter Anfang.


Alles, was du brauchst, ist ein bisschen Neugier und die Bereitschaft, mit deiner Klasse ins Gespräch zu kommen. Und genau so beginnt Medienbildung in der Grundschule:nicht perfekt – sondern einfach mit dem ersten Schritt.


Falls du trotzdem Unterstüzung willst und auf der Sucher nach einem tollen Medien-Projekttag bist, dann kommen wir auch an deine Schule:




Hier kannst du die Präsentations-Folien kostenlos downloaden:




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